Montag, 28. Juli 2014

Elektromobilität bei der Kfz-Innung nimmt Fahrt auf

München, 28. Juli 2014. Elektroautos kommen in Fahrt. Für das Kfz-Gewerbe ist es
unumgänglich, sich im Rahmen des technologischen Wandels weiter zu qualifizieren. Die Kfz-Innung München-Oberbayern hat dies als ihren Auftrag erkannt und im Rahmen des bundesweiten „Schaufensters für Elektromobilität“ ein Qualifizierungsprojekt in ihrem Berufsbildungszentrum aufgelegt. Hierfür wurde nun ein neues Schulungsgebäude in Garching bei München eröffnet.

„Mit diesem zusätzlichen Schulungsstandort haben wir einen Glücksgriff getan“, freute sich
Innungsobermeister Hans Medele anlässlich der Eröffnungsfeier. „Das Gebäude ist für unsere
Zwecke optimal: Ausreichend Werkstattfläche, eine hervorragende elektrische Gebäudeinfrastruktur, Räumlichkeiten für theoretische Schulungselemente, eine gute Verkehrsanbindung – das ist wirklich klasse“, so Medele weiter.


Karl Straub, MdL, Dr. Dietmar Gruchmann (Erster Bürgermeister Stadt Garching), Hans Medele (Obermeister der Kfz-Innung) und Karl Burghart (stellv. Obermeister) eröffnen die neue Schulungswerkstatt für Elektromobilität.

Vor 200 Gästen eröffnete Medele gemeinsam mit dem Landtagsabgeordneten Karl Straub
(Pfaffenhofen) und dem Ersten Bürgermeister der Stadt Garching, Dr. Dietmar Gruchmann, die
Schulungswerkstatt, indem sie das klassische „Rote Band“ zerschnitten. Bürgermeister Gruchmann war in seinem Grußwort stolz darauf, dass das Thema Elektromobilität in seiner Stadt nun nicht mehr nur durch den Forschungscampus der Technischen Universität München eine Rolle spiele, sondern auch das Kfz-Gewerbe ein besonderes Projekt zur Elektromobilität vor Ort umsetze. Der Landtagsabgeordnete Karl Straub selbst freute sich nicht nur als politischer Vertreter über die Initiative der Kfz-Innung: Als mittelständischer Autohaus-Unternehmer wisse er bestens, wie wichtig gut qualifizierte Mitarbeiter für den Erfolg eines Betriebes seien.

Der BMW i3, eines von aktuell sieben eingesetzten Schulungsfahrzeugen der Kfz-Innung „begrüßt“ die Eröffnungsgäste.


„Die Elektromobilität erobert sich langsam aber stetig ihren Anteil im Kfz-Markt. Inzwischen gibt es eine erhebliche Vielfalt an Modellen und es ist für das Kraftfahrzeuggewerbe an der Zeit, auch im After Sale sich intensiv mit den Anforderungen dieser Technologie auseinander zu setzen. Dies hat die Kfz-Innung München-Oberbayern frühzeitig erkannt und folgerichtig auch beschlossen, ihren Teil zur Bewältigung der Anforderungen für die Branche beizutragen,“ führte Obermeister Medele in seiner Festansprache aus.

Bereits 2010 führte das Berufsbildungszentrum der Kfz-Innung München-Oberbayern bundesweit erste Pilotschulungen zur Hochvolttechnologie in Kraftfahrzeugen durch. Dieses Engagement stellte gewissermaßen das Saatkorn zum heutigen Projekt dar, welches zur Schaffung der neuen Schulungsstätte führte.

In dem Projekt der Kfz-Innung München-Oberbayern werden Qualifizierungsbausteine für
Fachkräfte aller Ebenen des Kraftfahrzeughandwerks und des Zweiradmechanikerhandwerks
entwickelt. 

Möglich wird das insbesondere durch den „Nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität“. Im bayerisch-sächsischen Projekt „Elektromobilität verbindet“ stellt das Thema Aus- und Weiterbildung einen von fünf Schwerpunkten dar. An „Elektromobilität verbindet“ sind insgesamt mehr als 150 Unternehmen oder öffentliche Institutionen beteiligt, darunter Audi, BMW, E.ON, MAN, Siemens, die Stadtwerke München und viele mehr. Eines dieser Einzelprojekte trägt die Kfz-Innung München-Oberbayern. 

In Bayern engagiert sich das Handwerk in erheblichem Maße: So ist die Kfz-Innung nicht nur mit einem eigenen Qualifizierungsprojekt am Start, sondern beteiligt sich auch an einem gewerkeübergreifenden beruflichen Weiterbildungsprogramm mit dem Namen „Smart Advisor“. Hier werden Fachspezialisten des Handwerks zu Beratern für Endkunden, Betriebe und Kommunen qualifiziert. Sie werden befähigt, Konzepte für die Integration von Elektro- und Hybridfahrzeugen in Fuhrparks und dezentrale Energieversorgungsstrukturen zu entwickeln und deren Wirtschaftlichkeit und Ökobilanz zu bewerten. Unter der Federführung der Handwerkskammer für München und Oberbayern haben sich hierfür insgesamt fünf Handwerkskammern, drei Elektro-Innungen und drei Kfz-Innungen zu einem Projektkonsortium zusammen getan.

Dabei bedarf es eines hohen Maßes an Engagement aller Beteiligten, um ein neuartiges und
derartig umfassendes Projekt erfolgreich „auf die Straße zu bringen“, wofür sich
Innungsobermeister Medele in seiner Rede explizit bedankte.

Mit diesem Signet wirbt die Kfz-Innung München-Oberbayern für Ihr Qualifizierungsprojekt.


Pressemitteilung Kfz-Innung München und Oberbayern

Lesen Sie auch Einzelheiten zur ersten Hochvolt Prüfung für Elektromobilität in diesem Schulungsgebäude.